Und ein praktischer Hinweis: die Regeln direkt über dem Feld, nicht auf einer Unterseite. Verlinkt liest sie niemand, drüber stehend fast jeder.
Jonas Weber3 weeks ago
Unsere Kommentarregeln passen in vier Zeilen — und das ist Absicht
Ich habe drei Jahre lang eine ausführliche Netiquette gehabt: elf Punkte, zwei Bildschirmseiten, sauber formuliert. Gelesen hat sie niemand, und in jedem Streitfall war der erste Satz „das steht da aber nicht".
Seit einem Jahr stehen über dem Kommentarfeld vier Zeilen:
- Zum Text, nicht zur Person.
- Kein Werbelink, auch kein netter.
- Ich moderiere, du bist hier zu Gast — wie ich bei dir.
- Wer wiederholt danebengreift, verschwindet ohne Diskussion.
Ergebnis: dieselbe Zahl an Kommentaren, deutlich weniger Diskussion über die Diskussion. Der vierte Punkt ist der wichtigste — nicht, weil ich ihn oft anwende, sondern weil er ausspricht, dass hier jemand entscheidet.
@miriamscholz hatte mich damals darauf gebracht, dass Regeln keine Verträge sind, sondern ein Tonfall. Genau so ist es.
Comments (5)
Sign in to join the discussion.
Tobias Krüger3 weeks ago
0Sofia Martins3 weeks ago
One thing I would add from experience in two languages: keep the rules in the language your readers write in, not only in the language you write in. I lost good comments because people were unsure whether they were allowed to answer in English.
0Anna Berger3 weeks ago
Punkt drei gefällt mir am besten. Er dreht die Sache um: es ist keine Bühne, sondern jemandes Wohnzimmer.
0Jonas Weber3 weeks ago
Genau der Satz hat bei mir am längsten gebraucht. Vorher hatte ich das Gefühl, mich für jede Löschung rechtfertigen zu müssen.
0
Miriam Scholz3 weeks ago
Freut mich, dass es sich gehalten hat. Regeln sind der erste Text, den ein neuer Leser von dir liest — er sagt mehr über die Stimmung aus als über die Regeln.
0